An der Schulter können folgende Verletzungen festgestellt
werden:
- Bruch des Oberarmkopfes (Mehrfragmentfrakturen)
- Bruch des Schlüsselbeines
- Verrenkung des Gelenkes zwischen Schlüsselbein und
Schulterdach (AC-Luxation)
- Verrenkung des Gelenkes zwischen Schlüsselbein und
Brustbein (SC-Luxation)
Während Verletzungen der Schulter eine sofortige Behandlung
erfordern, führen Veränderungen der Schulter häufig
erst langsam zu chronischen Schmerzen.
Viele dieser Veränderungen lassen sich sehr gut durch
konservative Maßnahmen (Injektionen, Medikamente, Physikalische
Therapie, Bewegungsübungen) behandeln. Manchmal ist aber
auch durch Einsatz aller konservativen Maßnahmen keine
befriedigende Schmerzreduktion möglich. In solchen Fällen
kann dem schmerzgeplagten Patienten oft durch eine Operation
geholfen werden. Dazu ist jedoch eine genaue Untersuchung
und Beratung durch einen Schulterspezialisten erforderlich.
Ziel jeder Operation an der Schulter ist die Verminderung
bzw. Befreiung von Schmerzen. Dies kann erfolgen durch Naht
gerissener Sehnen, Entfernen von Knochenteilen, Kalkablagerungen,
Sehnenstümpfen, der entzündlich veränderten
Gelenksinnenhaut oder eines entzündlich veränderten
Schleimbeutels.
In vielen Fällen ist eine Erweiterung des Raumes zwischen
dem Schulterdach und Oberarmkopf notwendig.
Es können stabilisierende Eingriffe am Schultergelenk
oder am Gelenk zwischen Schulterblatt und Schlüsselbein
vorgenommen werden.
Der Ersatz des Gelenkes bei schwerer Abnützung durch
eine Prothese (künstliches Gelenk) ist möglich.
In den meisten Fällen sind zur Erreichung des Operationserfolges
mehrere der aufgezählten chirurgischen Schritte während
einer Operation notwendig. Wenn immer möglich werden
die unten angeführten Operationen arthroskopisch durchgeführt,
daneben haben aber auch die offenen Techniken ihren Anwendungsbereich.
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